Linksight nimmt an Breaking Barriers teil

November 2025

Wir stärken unsere KI-Position mit Hilfe von Breaking Barriers! In diesem Artikel erzählt Martine von unserer Organisation, unseren Ambitionen und wie Breaking Barriers dazu beiträgt.

Es gibt enorme Chancen in der gemeinsamen Datenanalyse, aber wie macht man das sicher? Dies war der Ausgangspunkt für Martine van de Gaar und Maarten Everts, um bei TNO Anwendungen der Verschlüsselungstechnologie zu entwickeln. Daraus entstand 2021 Linksight: Software, die es Organisationen ermöglicht, bei Daten zusammenzuarbeiten, ohne diese Daten teilen zu müssen. Linksight wird inzwischen von Krankenhäusern, Hausarztpraxen, Krankenversicherungen und Gemeinden genutzt.

Eine Autobahn für KI-Modelle

“Für viele Menschen klingt Verschlüsselungstechnologie wie eine Art Magie”, erklärt Martine. “Aber mit unserer Software muss man kein Zauberer oder Technikexperte sein, um sicher mit Daten zusammenzuarbeiten. Die Daten bleiben bei dir und du bestimmst die Bedingungen. Zum Beispiel, welche Daten ein KI-Modell verwenden darf, für welchen Zeitraum oder zu welchem Zweck. So gewinnen Organisationen wichtige Erkenntnisse bei gleichzeitiger Wahrung ihrer Datensouveränität.”

Auf Geburtstagsfeiern verwendet sie gerne eine Metapher: “Stell dir vor, jede Automarke müsste ihr eigenes Straßennetz zum Testen bauen. Es würde ein Wirrwarr von einzelnen Straßen entstehen, ohne Standardisierung und ohne Sicherheit. So funktioniert es auch für KI-Entwickler. Wir bauen das Straßennetz: die Autobahnen, Verkehrsschilder und Regeln. KI-Entwickler können dann sicher darauf fahren.”

Es gibt genug Praxisbeispiele: “Nehmen Sie die Wartelisten im Gesundheitswesen: Krankenhäuser, Hausärzte und Pflegeorganisationen wollen wissen, wie viele einzigartige Patienten in einer Region auf eine Behandlung warten. Diese Daten kann man nicht einfach miteinander teilen. Dank Linksight sieht man die Anzahl der einzigartigen wartenden Personen, ohne dass die zugrunde liegenden Daten sichtbar werden.”

Skalieren und Zertifizieren

Linksight startet mit zwei klaren Zielen innerhalb von Breaking Barriers. Das erste Ziel ist eine neue Funktionalität: KI-Modelle mit sowohl horizontal als auch vertikal partitionierten Daten arbeiten zu lassen, damit Muster zwischen Regionen und innerhalb einer einzelnen Organisation oder Kette sichtbar werden. “Diese Funktionalität wollen wir am Ende des Programms vollständig fertig haben”, sagt Martine.

Darüber hinaus arbeitet Linksight an der kommerziellen Seite des Unternehmens. “Wir untersuchen, welche Segmente am vielversprechendsten sind und wie wir sie am besten erreichen”, erklärt sie. “Das soll zu einem strukturellen Go-to-Market-Ansatz führen, mit dem wir schneller und intelligenter skalieren können, zum Beispiel über ein Partnernetzwerk.”

Eine wichtige Rolle im KI-Ökosystem

In Breaking Barriers fand Martine einen gleichgesinnten Partner. “Es gibt viel Aufmerksamkeit für Subventionen und einzelne KI-Projekte, aber viel weniger für das Ökosystem, das nötig ist, damit KI wirklich erfolgreich sein kann”, bemerkt sie. “Obwohl wir selbst KI einsetzen, ist unsere Software vor allem eine Voraussetzung für verantwortungsvolle KI-Anwendungen. Es ist großartig, dass Breaking Barriers das versteht und uns hilft, innerhalb dieses Ökosystems zu wachsen.”

Alle Daten an der Quelle

Martine hat eine klare Zukunftsvision. “Die Daten jedes Einzelnen bleiben an der Quelle. Nicht nur in den Niederlanden, sondern auch in Europa und weit darüber hinaus. Einige Parteien haben derzeit so viel Macht, einfach weil sie so viele Daten besitzen. Das ist unverantwortlich. Organisationen und Einzelpersonen müssen wieder datensouverän werden: dafür stehen wir und dafür arbeiten wir. Breaking Barriers bringt uns einen Schritt näher.”

Quelle: AIC4NL